• Nützliche Fahrtipps

    Es gibt einige Tips und Kniffe, die beim Wohnmobilfahren zu beachten sind. Andere helfen, beim Fahren in Australien nicht unter die Räder zu kommen.

    Wide Turns

    Mein Mantra beim Wohnmobilfahren. Weit und ausladend um die Kurve fahren.

    Take your time

    Im Zweifelsfalle ist man größer als die anderen Verkehrsteilnehmer (Ausnahme kommt aber gleich) – nicht stressen lassen.

    Hier findet Ihr übrigens die gesamten Australischen Straßenverkehrsregeln!

    Fahren auf Sand

    Sollte man nur machen, wenn man ein 4×4 Allrad-Mobil hat. Falls nicht (bzw. sogar selbst dann) helfen ggf. die folgenden Tipps:

    • Schaufel kaufen
    • Zeit mitbringen
    • Luft aus den Reifen lassen (und was zum wieder aufpumpen auf der anderen Seite dabei haben)
    • Langsam und stetig fahren – auf Sand nie stehen bleiben oder zu viel Gas geben. Im 1. oder 2. stetig fahren
    • Jemanden filmen lassen. Youtube will mit lachen!

    Road Trains

    Road Train Australien, (c) Christieelwin

    Road Train Australien, (c) Christieelwin

    Road Trains sind Sattelzüge, die Anhänger um Anhänger hinten an die Anhänger anhängen, die schon an Anhängern hängen und Anhänger angehängt haben. Road Trains können über 50 Meter lang sein, haben einen Bremsweg von 3 Postleitzahlengebieten und bei den richtigen Windverhältnissen einen Sog wie ein 50 Meter langer Staubsauger.

    Sehen und gesehen werden

    Es ist relativ einfach: Wenn Ihr die Aussenspiegel von dem Monster seht, dann sieht der Fahrer Euch auch. Wenn Ihr die Aussenspiegel nicht sehen könnt, benehmt Euch. Es befindet sich ein bis zu 170 Tonnen schweres Stahlmonstrum in unmittelbarer Nähe, das nichts von Eurer Existenz weiß.

    Überholen

    Erstens: Rechts überholen. (Is’ ja schließlich Australien). Zweitens: Nur mit genug Platz. Habe eben irgendwo 1km als Mindestüberholplatz gelesen. Ich würd das mal anders formulieren: Wenn Die Straße gerade und abschüssig ist und bis zum Horizont nichts als Kängurus zu sehen sind: Ab auf die Überholspur. Erwartet nicht, dass der Road Train irgendwas anderes macht, wenn Ihr überholt. Was juckt es die Eiche wenn sich ein kleiner Koala dran kratzt? Der Road Train wird mit unveränderter Geschwindigkeit und Richtung weiterblasen – aber das macht ihn immerhin berechenbar.

    Überholt werden

    Ist grundsätzlich einfacher als überholen. Wenn es im Rückspiegel aussieht, als ob Optimus Prime Euer Wohnmobil fressen will, macht das einzig Richtige: Nichts. Nicht den Fuß vom Gas, nicht ausweichen. Einfach normal weiterfahren. Der Road Train zieht raus und neben Euch. Jetzt könnt Ihr gute Sportsleute sein und ein bißchen langsamer werden um das Ungetüm vorbei zu lassen. Aber bloß nicht vorher bremsen.

    Road Trains und einspurige Straßen

    Im Outback sind einige Straßen einspurig, um den Flair der Einöde zu unterstreichen. Wenn hier 150 Tonnen Stahl auf einen zu kommen, macht man das logische: Aus dem Weg! Wenn’s trocken ist und der Boden rechts von der geteerten Straße euch vertrauenswürdig erscheint: Bremsen, Blinken, ab in den Busch bis der Moloch vorbei ist. Aber Obacht: Wenn’s nass ist kann die shoulder, wie der Australier den Bereich neben der Straße nennt, auch mal weich sein und weg brechen. Zur Sicherheit in dem Fall immer mit 2 Rädern auf der Straße bleiben!

    Aktuelle Straßenverhältnisse kann man jederzeit hier erfragen: