• Devil’s Marbles – die Eier der Regenbogenschlange

    Devil’s Marbles – die Klicker des Teufels nannten die Weißen die merkwürdigen Gesteinsformationen im Norden von Alice Spring, als sie sie auf der Suche nach einem Weg durch die sengende Hitze der Zentralen Wüste fanden. Giles war der Entdecker, der die nahezu unmöglich erscheinenden Gesteinsformationen fand, sofort herumdrehte um seinen Fund in Melbourne mit der Öffentlichkeit zu teilen. Giles brauchte einen Erfolg – schließlich war er schon ein paar Mal von anderen Explorern nur um Tage geschlagen worden.

    Er kam in Melbourne an um herauszufinden, dass wieder einmal wenige Tage vor ihm ein anderer Entdecker den Fund für sich beansprucht hatte.

    Für die lokalen Aborigines sind die merkwürdig gestapelten Steinbrocken die Eier der Regenbogenschlange, eines der wichtigsten Erschafferwesen aus der sog. Traumzeit.

    Die geologische Erklärung ist viel einfacher – und die selbe für Devil’s Marbles, Kata Tutja (auch genannt die “Olgas”) und Ayers Rock / Uluru. Vor langer Zeit war ein Meer im inneren des australischen Kontinents. Der Druck des Wassers verdichtete Sedimentgestein am Boden dieses Meeres. Als das Meer ausgetrocknet war, wurde das Sediment wieder abgetragen – in verschiedenen Geschwindigkeiten, je nach Dichte des Steins. Was bis heute übrig blieb ist das härtere Gestein.

    Auf dem Weg zu den Devil’s Marbles mussten wir erstmal – wortwörtlich durch’s Feuer fahren.

    "Wenn die Lampe angeht, ist der Motor kaputt" hat mir die Mama beigebracht

    “Wenn die Lampe angeht, ist der Motor kaputt” hat mir die Mama beigebracht

    Zuerst signalisierte Bruce uns, dass er ein Problem hat. Anständigerweise nach ca. 5 km, sodass wir ohne Probleme rumdrehen konnten und Öl kaufen.

    Mein Vater ist KFZ-Meister, aber ich bin an der Stelle komplett leer ausgegangen was Erbmaterial angeht. Insofern bin ich froh, berichten zu können, dass ich ohne schwerere Verletzungen das Öl selbst eingefüllt habe.

    Unverletzt!

    Unverletzt!

    Und dann – ja dann kam erstmal die echte Feuerprobe.

    Schwarze Wolken am Horizont

    Schwarze Wolken am Horizont

    Die Wolken waren wir ja schon gewohnt, auch wenn es immernoch merkwürdig ist, dass hier einfach mal so der Busch brennt und keine Hubschrauber über einem Kreisen und Feuerwehrmänner die Straße absperren, sondern dass das “ganz normales Firestick Farming” ist.

    Feuer direkt neben der Straße

    Feuer direkt neben der Straße

    Die Flammen sehen auf dem Foto zwar handlich aus, aber glaubt mir, es war heiss und rauchig.

    Den Flammen entkommen kamen wir bei Devil’s Marbles an, wo wir auch vorhatten zu campen. Wir waren früh im Campground und das war auch gut so. Erstens waren wir beide von der Hitze so platt, dass wir kaum hätten weiter fahren können. Und zweitens füllte sich der Campingplatz später so, dass er aus allen Nähten zu brechen drohte.

    Wir machten Siesta und Fotos – wobei ich mir ständig so vorkam, als wäre ich eine Ameise, die in einer heißen Pfanne zwischen ganzgebratenen Bratkartoffeln herumkraxelt.

    Hier die restlichen Fotos der Schlangeneier: